Ratskelleruniversität

Donnerstag,  16. Februar 2012 

Zeit: 20 Uhr c.t. 

Veranstaltungsort: Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4/5.

"Potentiale von Agroindustrie und Agribusiness in Afrika - Ergebnisse einer vergleichenden Länderstudie"

Prof. Dr. Karl Wohlmuth


Zurzeit ist in Europa die Finanzkrise das alles dominierende Thema und natürlich für uns auch von besonderem Interesse. Auch die Grausamkeit in Syrien, mit der dort gegen das eigene Volk vorgegangen wird, macht uns sehr betroffen. Dahinter verblassen viele ebenfalls für unsere Zukunft wichtige Themen z.B.: Was passiert in Afrika? Ab und zu hören wir, dass wieder Bootsflüchtlinge verzweifelt versuchen über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen und dabei ihr Leben riskieren. Wie kann den Menschen in den betroffenen Ländern eine Entwicklungsperspektive gegeben werden? Wie bereits in einigen früheren Vorträgen z.B. über Südafrika, Namibia und Kamerun angeklungen, spielt die Landwirtschaft und deren weitere Entwicklung für die Menschen dort eine herausragende Rolle (in einigen afrikanischen Ländern natürlich auch der Tourismus). Wichtig ist neben anderem weiterhin, dass die Wirtschaftspolitik so ausgerichtet wird, dass die Länder nicht nur ausgebeutet werden, sondern Produkte im Welthandel Bedeutung bekommen.
Mit Fragestellungen wie diesen beschäftigt sich an unserer Universität im Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) Herr Prof. Dr. Karl Wohlmuth mit seiner Arbeitsgruppe seit vielen Jahren. Ich freue mich sehr, dass ich ihn für einen Vortrag gewinnen konnte. Er wird uns Einblick in seinen reichen Erfahrungsschatz geben und vortragen zum Thema:
"Potentiale von Agroindustrie und Agribusiness in Afrika - Ergebnisse einer vergleichenden Länderstudie"
Herr Wohlmuth wird zunächst auf die Ansätze der ökonomischen Afrikaforschung in seinem Arbeitsbereich an der Universität Bremen eingehen und drei aktuelle Projekte skizzieren (Sudanforschung; African Development Perspectives Yearbook; Value Addition to Africa's Industry).
Dann wird auf der Basis einer kürzlich veröffentlichten vergleichenden Studie über die Potentiale von Agroindustrie und Agribusiness in acht ausgewählten Ländern Afrikas gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, durch eine neue Strategie die drei Hauptprobleme der afrikanischen Wirtschaft (Stagnation der Landwirtschaft, De-Industrialisierung der Ökonomien; Marginalisierung im Welthandel) zu überwinden.